Tim Huß zum NKU: „Der heilige Gral liegt nicht in Berlin“

Tim Huß wirft CDU Blockadepolitik vor
Tim Huß wirft CDU Blockadepolitik vor
Tim Huß wirft CDU Blockadepolitik vor

14.08.2019 | Zur gegenwärtigen Diskussion um die Anbindung des Ost-Kreises sowie um die Kriterien der Kosten-Nutzen-Untersuchung äußert sich der Darmstädter SPD-Vorsitzende Tim Huß:

Ich bin absolut für eine Änderung der Kosten-Nutzen-Kriterien. Umweltstandards wie Schienenverkehr und Baumfällungen müssen stärker berücksichtigt werden. Ich bezweifele allerdings, dass das für Darmstadt etwas bringt. Wenn die Kriterien sich ändern, steigt der NKU auch für viele andere Straßenbahnprojekte in ganz Deutschland. Die Straßenbahn in den Ostkreis droht dann trotz größerem NKU wieder hinten runter zu fallen und wir haben am Ende nur Zeit verschenkt. Statt auf vermeintliche Hilfe aus Berlin zu warten, sollten Stadt und Landkreis das Straßenbahnprojekt selbstständig vorantreiben. Entscheidend sind dabei zwei Fragen: Kriegen wir das Projekt günstiger? Dafür sollten Varianten untersucht werden, die auf eine sehr teure Untertunnelung des Ostbahnhofs verzichten. Und wie können wir die Attraktivität der Straßenbahn steigern, damit mehr Fahrgäste unterwegs sind? Entlang der Straßenbahn sollten in kleinen Mobilitätsstationen kostenlose Park&Ride-Plätze entstehen. Von dort aus muss es günstige Tickets in die Innenstadt und zum Hauptbahnhof geben. Gleichzeitig kann eine kluge Parkraumbewirtschaftung helfen, die Mobilitätsströme auf die Straßenbahn zu lenken. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, die Straßenbahn attraktiv zu machen – dafür muss die Politik aber jetzt loslegen. Der heilige Gral liegt nicht in Berlin, wir haben es selbst in der Hand!

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