Stadt muss Angebot von Airbnb überprüfen

mastersenaiper - pixabay
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08.01.2020 | „Auch in Darmstadt besteht die Gefahr, dass durch die Anbieterplattform Airbnb  Wohnungen dem Wohnungsmarkt entzogen werden. Deshalb muss die Stadt mit einer Satzung dem Wildwuchs, wo er entsteht entgegenwirken“, forderte heute der SPD Fraktionsvorsitzende Michael Siebel. Airbnb ist eine Plattform, auf der private Vermieter ihre Wohnungen oder Teile von Wohnungen zur zeitweisen Vermietung anbieten können. Damit lässt sich oftmals mehr Geld erzielen, als Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt anzubieten. „Airbnb ist von seiner alten Gründeridee, auf einer Luftmatratze zu schlafen und ein Frühstück am Tisch des Gastgebers zu bekommen, weit entfernt. Es ist ein globusumfassendes Unternehmen, das mit der Vermittlungsprovision richtig Geld verdient und in großen Städten mit dazu beiträgt, den Wohnungsmarkt kaputt zu machen“, sagte Siebel.

Es sei unverständlich, warum in Frankfurt die Bauaufsicht nach illegalen Ferienwohnungen fahndet, dies aber die Baudezernentin in Darmstadt für nicht notwendig erachtet. Das Hessische Landesgesetz sieht zwar vor, dass das Geschäftsmodell zulässig ist, aber die Wohnungen müssen als Ferienwohnungen angemeldet sein und sie dürfen nicht mehr als 90 Tage im Jahr vermietet werden.

Genau dies wird aber in Darmstadt bauaufsichtlich nicht überwacht. Warum die Lage in Darmstadt eine andere sein soll, als die in Frankfurt, versteht Siebel nicht. Zwar ist Frankfurt noch die bedeutendere touristische Destination, das kann sich aber mit dem Weltkulturerbe schnell ändern. Außerdem ist Darmstadt mit vielen internationalen Firmen prädestiniert dafür, Menschen mit temporärem Aufenthalt anzuziehen. „Wir wollen, dass der Wohnungsmarkt denen zur Verfügung steht ,die in Darmstadt Wohnen wollen. Für Zeitaufenthalte gibt es Hotels“, so Siebel. Deshalb forderte Siebel die Baudezernentin auf, eine Satzung zu erarbeiten, die der temporären Nutzungen von Wohnungen – im Rahmen der gesetzlichen Gegebenheiten – einen Riegel vorschiebt.

 

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