SPD-Arbeitnehmer*innen zeigen sich solidarisch mit den derzeit streikenden, privaten Omnibusfahrer*innen

28.11.2019 | Die aktuelle Situation der privat angestellten Omnibusfahrer*innen ist sehr
prekär. Aufgrund dessen befürworten die SPD-Arbeitnehmer*innen den
derzeitigen Streik.

Die Forderung eines angemessenen Stundenlohns von 16,60 Euro sowie die
Anhebung des tariflichen Urlaubs von 5 Tagen, ist demnach berechtigt.
Andreas Trägler, Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft für
Arbeitnehmerfragen (AfA) Darmstadt und Darmstadt-Dieburg sowie Mitglied
des AfA Bundes, erklärt: “Die Kollegen*innen in den anderen Bundesländern
verdienen weitaus mehr als in Hessen. Aus diesem Grund unterstützen wir die
Kollegen*innen bei ihrem Streik für einen angemessenen Lohn sowie für bessere
Arbeitsbedingungen.“ Weiterhin erläutert er: “Die SPD-Gewerkschafter*innen
sagen ihre Unterstützung zu, bei der Wiederherstellung eines bundesweiten
Flächentarifvertrags. Außerdem muss es eine Angleichung an die öffentlichen

Busfahrer geben, die nach dem Flächentarif des Öffentlichen Dienstes, dem TV-
Nahverkehr, bezahlt werden.“

Sebastian Cramer (stellvertretender AfA Vorsitzender und Vorsitzender der
Betriebsgruppe Merck) fügt hinzu: “Eine Ursache für das Lohngefälle ist die
Privatisierung der öffentlichen Verkehrsdienste und die dadurch bedingte
Vergabe der Aufträge an private Busunternehmen, nach den Vorgaben (oder
Richtlinien) des EU Wettbewerbs.“ Weiterhin meint Cramer: “Der ÖPNV gehört
wieder vollständig in öffentliche Hand, gerade mit Blick auf die
Herausforderungen im Klimaschutz.“