Entwicklung der Starkenburgkaserne für Wohnen ins Stocken geraten - SPD Fraktion beklagt mangelnde Initiative der Stadtregierung

08.08.2019 | Sehr unkonkret sind die bisherigen Verhandlungsergebnisse zwischen der Stadt Darmstadt und dem Bund in der Frage der Entwicklung des Areals der Starkenburgkaserne für dringend notwendigen Wohnungsbau in Darmstadt. In Beantwortung der großen Anfrage „Tote Riesen in der Kommunalpolitik“ weiß der Oberbürgermeister nicht mehr zu berichten, als ohnehin schon bekannt ist.

2018 wurde erstmals mit dem Bund über einen „gemeinsamen Weg zur Freisetzung der Fläche diskutiert“. Weiter schreibt der Oberbürgermeister: „Dies wird, sobald innerhalb des Ministeriums weitere Fragen geklärt sind, im Verlauf des Jahres 2019 fortgeführt werden.“

„Noch unkonkreter geht es kaum“, kritisiert der Fraktionsvorsitzende Michael Siebel diese Auskunft. Er regt deshalb an, dass der Oberbürgermeister mit den beiden Bundestagsabgeordneten aus der Region beim Ministerium vorstellig wird. Auch die hessische Landesregierung kann dazu beitragen, den Verhandlungsfortschritt zu beschleunigen, meint Siebel.

Das Hauptproblem scheint die Festlegung des Bundes zu sein, das HIL Werk zur Instandhaltung von Panzern in Darmstadt belassen zu wollen. „Das ist aber der falsche Standort. Wir hatten vor geraumer Zeit schon den Vorschlag gemacht, das Werk auf das Gelände der Major-Karl-Plagge-Kaserne in Pfungstadt zu verlegen. Dort ist genug Platz und in Darmstadt könnten Wohnungen gebaut werden“.

Deshalb fordert die SPD jetzt mit Hochdruck die Verhandlungen zum Abschluss zu bringen, um schnell die städtebaulichen Voraussetzungen starten zu können. Auch dort müssen nach Meinung der SPD 25 Prozent Sozialwohnungen und 20Prozent Wohnungen für mittlere Einkommen entstehen.

Kategorie Pressemitteilung: 
Kategorie Aktuelles: