SPD-Veteranen besuchten Druckmuseum - „Gott grüß die Kunst“ mit Druckern der Bundesdruckerei

04.04.2018 | Darmstädter SPD-Senioren und altgediente Setzer, Drucker und Buchbinder der Bundesdruckerei Neu-Isenburg trafen sich im Druckmuseum in der Kirschenallee zu einer Reise in die Vergangenheit des Grafischen Gewerbes. „Eine gelungene Zusammenstellung“, meinte Klaus Wieland, der für beide die Organisation übernommen hatte. Auch altgediente Banknotendrucker waren dabei, einst mit der Fertigung von 500er, 200er 50er und 5er DM-Noten und Papiergeld für Marokko und Ghana betraut.

Die „Jünger Gutenbergs“, Ehrenamtliche des Museums, erläuterten den 25 Besucher/innen den guten alten Bleisatz mit Winkelhaken. „Fische sind Buchstaben im falschen Fach und Zwiebelfische sind im falschen Setzkasten“, wurde erläutert. Der Gang durch die Druckgeschichte ging über den Linotype-Maschinensatz mit kompletten Zeilen zum kleinen „Heidelberger Tiegel“ im Druckformat DIN A4 größer. An uralten Stoppzylinderpressen mit Papier-Handanlegen zeigten die Vorführer des Museums die Entstehung eines Buches.  Am Ende wurde die für damalige Verhältnisse schnelle Rotationsmaschine angeworfen. SPD-Seniorenchef Dr. Wolf-Dietrich Schulze dankte im Namen aller für die praktischen Erkenntnisse einer fast ausgestorbenen „bleihaltigen“ Druckindustrie. Ein Ex-Bundesdrucker bekam die entsprechende Antwort auf das traditionelle „Gott grüß die Kunst.“

Zwischen SPD-Senioren und ehemaligen Bundesdruckern bestand Einigkeit in der Einschätzung der rasanten technischen Entwicklung. „Unsere Berufe Setzer, Drucker und teilweise Buchbinder sind Opfer der Digitalisierung geworden. Hier kann man exemplarisch den Übergang in ein neues Industriezeitalter sehen.“

 

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