„Ohne ihn sähe Darmstadt anders aus“ - SPD, Brigitte Zypries und Tim Huß gratulieren Horst Knechtel zum 75. Geburtstag

Brigitte Zypries und Horst Knechtel
Brigitte Zypries und Horst Knechtel
Brigitte Zypries und Horst Knechtel

04.04.2018 | Herrengarten-Café, Lesegarten in der Orangerie, Sanierung des Familienbades im Woog, Sperrgebietsverordnung, Hilfspolizisten, Bekämpfung der Drogenszene: Bürgermeister a.D. Horst Knechtel hat es angepackt. „Er hat seine deutlich lesbare Handschrift in Darmstadt hinterlassen“, sagt die Darmstädter SPD-Vorsitzende Brigitte Zypries. Am 5. April feiert SPD-Urgestein Knechtel seinen 75. Geburtstag.

Knechtel hat nicht nur blühende Landschaften versprochen, sondern sie auch tatsächlich hinterlassen: etwa 250.000 Blumenzwiebeln hat er in seiner Zeit als Bürgermeister - und damit als Grünflächen- und Ordnungsdezernent - in den diversen Grünstreifen und Rabatten der Stadt einbuddeln lassen. Brigitte Zypries: „Die Knechtel- Krokusse sind stadtbekannt.“ Und auch ansonsten sorgte der Sozialdemokrat dafür, dass die Stadt an einigen Stellen ein schöneres Gesicht bekam. So bekämpfte er etwa, gemeinsam mit dem Polizeipräsidenten, erfolgreich die Drogenszene im Herrengarten und gab den Garten damit den Bürgern zurück. Mit seiner umstrittenen Sperrgebietsverordnung ging er erfolgreich gegen den Straßenstrich vor. Als Bürgermeister initiierte Knechtel auch die Sanierung des Rosariums im Park Rosenhöhe und der Rudolf-Mueller-Anlage. „Ohne Horst Knechtel sähe Darmstadt heute anders aus“, sagt Zypries.

Sie verweist zudem auf die zahlreichen Ämter, die Knechtel innehatte: mehr als drei Jahrzehnte war er Stadtverordneter, ebenso lange Zeit Vorsitzender seines SPD-Ortsvereins Gervinus; er war Fraktionsvorsitzender, Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses, des Stellenplan- und Rechtsausschusses, Stadtverordnetenvorsteher und Bürgermeister. „Egal, wo wir ihn brauchten, er hat sich der Aufgabe angenommen und sie stets vorbildlich erfüllt“, meint Tim Huß und ergänzt, „das Woogsfest, seine Idee, wird heute noch jedes Jahr erfolgreich gefeiert und auch dieses Jahr gab es wieder eine Ostereiersuche am Woog.“ „Offenbar kann er nicht „Nein“ sagen“, schmunzelt Zypries. 

So unterschiedlich die Herausforderungen für Knechtel auch waren- als roter Faden zog sich stets seine Bürgernähe durch sein gesamtes Engagement in der Kommunalpolitik. Zypries: „Egal, was die Leute an ihn herantrugen, er hat es sich ans Revers geheftet und zu seinem eigenen Anliegen gemacht. Das war und ist typisch für Horst Knechtel.“ Und noch etwas ist typisch für ihn: er kann offenbar nicht ruhen, das entspricht wohl nicht seinem Naturell. So ist er nach seinem Ausscheiden als Bürgermeister zu seiner vorherigen Stelle zurückgekehrt: Landes-Schulleiter und Landesgeschäftsführer der sieben hessischen Verwaltungsseminare.

Gedenkt er denn, anlässlich seines 75. Geburtstages, nun vielleicht doch ein wenig mehr Ruhe einkehren zu lassen? Knechtel sagt nur so viel: „Der Staatssekretär des Innenministeriums hat mich gebeten, meinen Job doch bitte noch etwas weiter zu machen.“ Wird er sich darauf einlassen? Zum Wiegenfest sei ein Blick in die Zukunft gestattet. Bekanntlich leitet sie sich stets aus der Vergangenheit ab. Und da hat Horst Knechtel immer wieder bewiesen: Er kann einfach nicht „Nein“ sagen.

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