02.02.2010
Mit deutlicher Verärgerung hat der Vorstand des SPD Ortsverein Gervinus der Presse entnommen, dass die großherzogliche Vermögensverwaltung und Prinz Donatus ihren optisch und baulich heruntergekommenen „Spanischen Turm“ im Park Rosenhöhe am Oberfeld nur dann sanieren und instand setzen wollen, wenn sie dort von der Stadt durch Bauplanungsrecht ein „Parkgrundstück geschenkt“ bekommen, um einen schicken Exklusiv-Bungalow auf Kosten der erholungssuchenden Bürger bauen zu können, so fasst der Vorsitzende und ehemalige Bürgermeister Horst Knechtel die Debatte des Vorstandes zusammen.
Die Sozialdemokraten halten es für skandalös und nicht in die Zeit der öffentlichen Diskussionen über wirtschaftlich-finanzielle moralische Verhaltenskodexe passend, wenn privilegierte Einrichtungen oder großherzogliche Personen auch noch öffentlich derartige anmaßende Forderungen an die Stadt stellen, obwohl sie wie jeder Bürger verpflichtet sind ihr sie verpflichtendes Eigentum, das hier auch noch teilweise als öffentlich anzusehen ist, in Ordnung zu halten!
Die SPD Gervinus fordert daher die Stadt auf, unter keinen Umständen weitere Bebauungen im Park Rosenhöhe zuzulassen, zumal der Park im hinteren Bereich erst auf Initiative aus dem Ortsverein Gervinus und im Stadtparlament auf konkreten Antrag vom 17. Februar 1975 (Original kann vorgelegt werden!) des damaligen Stadtverordneten Horst Knechtel in den 80er Jahren wieder hergerichtet wurde! Gerade damit sollte auch eine weitere „Zersiedelung“ des Parks verhindert werden!
Daher ist der von der großherzoglichen Vermögensverwaltung über Jahrzehnte nach dem Krieg ohnehin schon viel zu stark bebaute Park Rosenhöhe in seiner Restgröße für die Naherholung und Feierabendmuße der Bevölkerung sowie aus ökologischen Notwendigkeiten unbedingt zu erhalten. Denn mit dem ständigen egoistischen Verkauf unzähliger Grundstücke entlang des Seitersweges, Röhmheldweges, Zeyerweges, Krolowweges, Zuckmeyerweges etc. hat die großherzogliche Vermögensverwaltung einseitig genug verdient und auch die Erholungsflächen für die Bürgerschaft genug eingeschränkt. Jetzt reicht es! So der SPD Vorstand!
Statt der unseriösen Forderung von Prinz Donatus nachzugeben, sollte die Stadt ein verpfllichtendes gesetzliches Baugebot zur notwendigen Erhaltung, Pflege und Sanierung erlassen und die Eigentümer des „Spanischen Turms“ baurechtlich zwingen, ihren grundgesetzlichen Eigentums-Verpflichtungen ebenso nachzukommen, wie dies jeder Bürger tun muss, so der Vorsitzende Horst Knechtel.