19.03.2010

SPD-Fraktion vor Ort zu Gast im Kulturbahnhof Wixhausen

Gespräch mit den Aktiven des Vereins „Kunstfabrik Darmstadt“

Gesprächsteilnehmer in der Kulturfabrik

Die Arbeit des Vereins „Kunstfabrik Darmstadt“ wollte die SPD-Fraktion kennen lernen und hat im Rahmen ihrer Aktion „Frakion vor Ort“ die Einrichtung besucht. Für die SPD nahmen die stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Stadtparlament und kulturpolitische Sprecherin Dagmar Metzger und  der Vorsitzende der SPD Wixhausen Moritz Röder teil.
„Ich war seit der Eröffnung nicht mehr hier und bin sehr gespannt auf die Entwicklung des Kunstbahnhofs“, so Moritz Röder. Tatsächlich wurden eine ganze Reihe von Projekten durch die Kunstschaffenden angestoßen und durchgeführt. So berichtet der Musiker Hans Essel von Konzerten, Gunilda Wörner über Videoinstallationen und die Zusammenarbeit mit Lyrikerinnen, Ulrike Springer und Richmondis dm von Ausstellungen und Veranstaltungen mit befreundeten Künstlerinnen und Künstlern aus ganz Europa. Immer wieder verweisen sie dabei auf ihr Konzept. Anders als die meisten bildenden Künstler arbeiten die Mitglieder des Vereins Kunstfabrik nicht alleine, sondern befinden sich in einem ständigen Dialog mit den anderen. So werden Ideen ausgetauscht, es wird diskutiert und Werke weiterentwickelt. Diese Art des Arbeitens ist sehr zeitintensiv und es dauert mitunter Monate oder gar Jahre, bis etwas präsentiert werden kann. Deswegen ist die Arbeit stärker nach innen gerichtet und es gibt  vergleichsweise selten öffentliche Veranstaltungen.
„Das Schaffen der Künstler und ihre Konzepte sind sehr interessant, doch bringt der ausgeprägte innere Diskurs auch  Probleme mit sich. Wir hören immer wieder in Gesprächen, dass die Kunstfabrik in der Öffentlichkeit zu wenig wahrnehmbar ist. Manche sehen sie als einen Fremdkörper im Ortsteil, der kaum eingebunden ist. Diese Sichtweise zu vermitteln, war eines der Ziele unseres Gesprächs“, so Dagmar Metzger, kulturpolitische Sprecherin der SPD im Stadtparlament.
Die anwesenden Künstlerinnen und Künstler nahmen die Kritik konstruktiv auf. Auch sie würden sich über mehr Zuspruch aus Wixhausen freuen. Die Veranstaltungsankündigungen über die Presse und das Verteilen von Flyern in der Umgebung des Bahnhofs hätten bisher leider wenig Resonanz im Stadtteil gefunden.
„Wir freuen uns, dass die Kunstschaffenden ihre Anbindung an den Stadtteil verstärken wollen. Wir haben aus unserer Sicht geschildert, was die Kunstfabrik verbessern könnte, um dieses Ziel zu erreichen. Ich bin der Überzeugung, dass ein offener Kunstbahnhof einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben Wixhausens und Darmstadts leistet“, erklärt Moritz Röder.
„Ich gehe davon aus, dass in einem Stadtteil wie Wixhausen der Kunstbahnhof seinen Platz finden wird. Voraussetzung ist gegenseitiges Interesse und Offenheit. Vielleicht konnten wir mit unserem Besuch einen kleinen Beitrag dazu leisten“, so Dagmar Metzger abschließend.
Wer Interesse an der Kunstfabrik und ihrer Arbeit hat, kann sich z. B. unter www.kunstfabrik-darmstadt.de informieren oder einfach bei einer Veranstaltung vorbeigehen.



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