24.09.2010
Beschädigte Fahrplanaushänge, eine elektronische Anzeige, die praktisch keine Informationen liefert, angeschmorte Plastikabdeckungen bei den Fahrkartenautomaten, eine unebene Bahnsteigoberflächen, ein ungepflegter Parkplatz und ein winziger Mittelbahnsteig aus Schotter sind die augenfälligsten Missstände am Bahnhof Kranichstein. Das sind die Befunde, die der Baustadtrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt Dieter Wenzel (SPD), die Stadtverordnete Katrin Kosub (SPD) und Vertreter der SPD Kranichstein bei einem Termin der SPD-Fraktion vor Ort sahen. Dieter Wenzel sagte allen Anwesenden zu wegen der Mängel die Deutsche Bahn AG anzusprechen.
Auch der lange Weg beim Umsteigen von der Straßenbahn auf den Zug war ein Thema über das diskutiert wurde. Deswegen soll bei der Bahn auch angefragt werden, ob eine Verlegung der Bahnsteige in Richtung Straßenbahn möglich ist. Dabei geht es darum, den Bahnhof Kranichstein für die Fahrgäste attraktiv zu gestalten und gut mit dem anderen Nahverkehr zu vernetzen. „Es ist wichtig, den Bahnhof auch zu einer positiven Visitenkarte für das benachbarte Eisenbahnmuseum zu machen“, so der Vorsitzende der SPD Kranichstein Toni Oblaski und sein Stellvertreter Santi Umberti.
Die Kranichsteiner SPD-Kandidatin für die Stadtverordnetenversammlung Karin Dobelmann hatte den Termin angeregt. Neben der unansehnlichen Situation wurde auch auf das Thema der Vertaktung von Bahn und Straßenbahn angesprochen. Karin Dobelmann schilderte die Alltagserfahrung vieler Pendler, die hier umsteigen: „Wenn man aus dem Zug steigt und versucht die Straßenbahn zu erwischen, sieht man entweder die Rücklichter oder wartet 20 Minuten. Das schadet der Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Das muss sich ändern.“ Auch hier wird Stadtrat Dieter Wenzel Möglichkeiten prüfen, die Situation zu verbessern, wobei er darauf hinwies, dass auch hierfür eine Verlegung der Bahnsteige in Richtung Straßenbahnhaltestelle sinnvoll wäre.