09.09.2010
Die Gestaltung der Konversionsflächen in Bessungen und die Baumaßnahme auf dem TÜV-Gelände standen im Mittelpunkt des Stadtteilrundgangs der SPD-Fraktion mit dem Baustadtrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Dieter Wenzel. Der Dezernent erläuterte am Beispiel der Konversionsflächen die komplexen Planungsverfahren, die sich aus neuen Abläufen und Beteiligungsformen ergeben. Die Größe der Flächen, die Anzahl an Beteiligten bei den Planungen und die variierenden Verfahrensabläufe führen dazu, dass sich die Prozesssteuerung in Darmstadt immer anspruchsvoller gestaltet.
Am Beispiel der Konversionsflächen erläuterte das Magistratsmitglied den anwesenden Bürgern, dem SPD-Fraktions- und Parteivorsitzenden, Hanno Benz, und der Stadtverordneten Sabine Heilmann, wie beispielsweise die Bürgerbeteiligung im Konversionsprozess stattfindet und die Ergebnisse dieser Partizipation durch die Fachämter in die Planungen integriert werden. So haben sich alleine an der Planungswerkstatt Konversion der Stadt rund 240 Menschen beteiligt. Die Ergebnisse dieser Werkstatt fließen in die Planungen ein, die für dieses Gebiet erstellt werden. Die Einbeziehung breiter Bevölkerungsschichten ist Teil der neuen Planungskultur in Darmstadt.
„Wir begrüßen diese neue Kultur der Öffnung für weite Teile der Bevölkerung, die sich nun aktiv in die Gestaltung ihres Lebensumfeldes und ihrer Stadt einbringen können“, führt der Fraktionsvorsitzende aus und lobt, dass „die Ergebnisse der Planungswerkstatt zentraler Bestandteil in der Rahmen- und Verkehrsplanung und damit des Wettbewerbsverfahrens sein werden.“
Auf Nachfrage erläuterte Benz auch den Masterplan der SPD zur Kinderbetreuung. Diesen Plan, der eine Kinderbetreuungsquote von 40 Prozent vorsieht, hatte die SPD vor kurzem vorgestellt. Alleine in der Kindertagesstätte, die auf dem Gelände der Lincoln-Siedlung steht, wäre Platz für 170 Kinder. Hier könnte eine erstklassige Betreuungseinrichtung für die Kinder des Darmstädter Süden entstehen, wenn es nach den Plänen der SPD geht.
Auch die vorgestellten Pläne zum Umbau und zur Umnutzung des TÜV-Geländes wurden von den Kommunalpolitikern begrüßt. „Hier entsteht für Bessungen und die angrenzenden Stadtteile eine Möglichkeit, sich wohnortnah und verkehrsgünstig zu versorgen. Das stellt eine Aufwertung des Geländes aus städtebaulicher Sicht dar und ist ein Gewinn für die hier lebenden Menschen“, erklärt Benz.